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Geschichts- und Heimatverein e.V. Dreieichenhain

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Ob drinnen oder draußen, für viele oder wenige Besucher – es gibt verschiedene Ambiente, die Ihrer Veranstaltung eine besondere Note verleihen.»mehr
BurgbeizBurgbeiz
Die Burgbeiz bietet ein breites Spektrum von ausgefallenen Spezialitäten bis hin zu traditioneller, hessischer Küche.»mehr

Chronik

Bild: GHV Chronik

GHV Chronik

Der Geschichts- und Heimatverein (GHV) zählt nicht nur zu den ältesten Geschichtsvereinen, sondern mit über 400 Mitgliedern auch zu den größten in Hessen. Bereits 1881 wurde der Verein unter dem Namen “Geschichtsverein für die Landschaft Dreieich” gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Major von Pfister von der ehemaligen Gräflich Ysenburgischen Generalverwaltung gewählt. Ehrenpräsident wurde der damalige Burgherr, Graf Karl Ferdinand von Ysenburg und Büdingen zu Philippseich. Als Hauptzweck bestimmten die Gründungsmitglieder schon zu diesem Zeitpunkt die Bewahrung der Dreieichenhainer Burgruine vor dem weiteren Verfall.

Im Jahr 1931 erwarb der GHV die Burgruine vom gräflichen Hause Ysenburg für 1.500,— Reichsmark. Seitdem engagiert sich der Verein außerordentlich erfolgreich für den Erhalt und die weitere Ausgestaltung einer weitläufigen Burganlage, die zu den bedeutendsten Deutschlands zählt. Es ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine reizvolle Aufgabe, herausragende Bauwerke innerhalb der Burganlage zu erhalten und für die Nachwelt zu bewahren. Die Turmhügelburg ist die älteste Steinburg Deutschlands, gleichzeitig aber auch in ihren erhaltenen Dimensionen ein wichtiges Zeugnis im europäischen Burgenbau. Der Bergfried, im Stil eines französischen Donjon, sucht in Deutschland seinesgleichen. Im Boden sind noch viele Reste des vorangegangenen königlichen Jagdhofes aus dem 10. Jahrhundert, eine der mächtigsten Festungen des Heiligen Römischen Reiches, versteckt.

Seit Vereinsgründung fließen große Summen in die Sanierungsmaßnahmen. Im Schnitt investiert der GHV jährlich 20.000,— bis 30.000,— Euro aus Eigenmitteln in die Erhaltung der verschiedenen Gebäudereste.

Niemals beschränkte der Geschichts- und Heimatverein sein Wirken ausschließlich auf sein Burggelände. Mit vielfältigsten Aktivitäten wurde das Dreieichenhain von heute geprägt. Das erste Heimatmuseum Südhessens öffnete unter der Obhut des GHV 1909 seine Pforten. Von 1952 bis 1960 folgte die Errichtung eines Neubaus im Burggarten. Das Dreieich-Museum wird heute gemeinsam mit dem Kreis Offenbach als Regionalmuseum geführt.

In den zwanziger Jahren trieb der GHV die Gründung der Stadtbücherei und die Errichtung der ersten hessischen Freilichtbühne im Burggarten voran. 1925 wurden die Burgfestspiele, die Dreieichenhain damals zu einer überregional bedeutsamen Festspielstadt machten, ins Leben gerufen.

Die Wiederherstellung der Wallgrabenanlage, eine der am besten erhaltenen Befestigungsanlagen in Hessen, und der gleichzeitige Bau des Wallgrabenweges wurden von 1929 bis 1931 bewältigt.

In den Jahren 1976 und 1977 erfolgte der Ausbau des Burgkellers zu einer geselligen Begegnungsstätte. 1981 entstand neben dem Museum eine Toilettenanlage mit Lagerräumen. Seit 1984 werden die vereinseigenen Grünanlagen nach historischen Vorbildern naturnah umgestaltet. Inzwischen zählt die Hainer Burg mit ihren weit über hundert Rosensorten zu den wichtigsten Rosengärten Deutschlands.

Von Innovationen und Investitionen war die Jahrtausendwende geprägt. 1998 entstand im Bergfried nach Einbau einer Galerie ein stimmungsvoller Veranstaltungsort, der am Wochenende nun auch ein Standesamt beherbergt. Im Jahr 2001 erhielt der Burgkeller, eingerahmt von historischen Grundmauern, einen attraktiven Anbau mit einem weiteren Veranstaltungsraum, einer Küche und einer zusätzlichen Toilettenanlage. 2003 konnte der moderne Erweiterungsbau für das Dreieich-Museum, der nach einer Erbschaft und Sponsorenhilfe von Kreis Offenbach und GHV errichtet wurde, eingeweiht werden. Mit dem neuen Museumsbistro und Vereinslokal “Burgbeiz” entstand endlich ein malerischer Treffpunkt für die Besucher der Burg.

Im Jahr 1997 übernahm der Verein das älteste hessische Schulhaus, das sogenannte Ludwig-Erk-Haus. Mit der Einrichtung einer Geschäftsstelle, einer Touristinformation und einer kleinen Ausstellung, die dem Volksliedsammler Ludwig Erk gewidmet ist, entwickelte sich das Ludwig-Erk-Haus zur zentralen Anlaufstelle des Vereins.

Vielfältig ist das weitere Engagement des Vereins: Im vereinseigenen Verlag erscheinen heimatkundliche Veröffentlichungen. Die Theatergruppe ist sowohl auf der Freilichtbühne als auch in der Palas-Ruine zu Hause. Unterschiedlichste Veranstaltungen, Exkursionen und Vorträge beleben das Vereinsleben. Nicht zuletzt sorgt der Geschichts- und Heimatverein durch die Bereitstellung von Veranstaltungsräumen dafür, dass die vereinseigene “Reichsburg Hayn in der Dreieich” (so der offizielle Name) auch im Mittelpunkt des kulturellen Geschehens im Rhein-Main-Gebiet steht.