Geschichts- und Heimatverein e.V. Dreieichenhain
FreilichtbühneFreilichtbühne

Freilichtbühne
Vor der Turmhügelburg legten unsere Mitglieder 1925 die erste Freilichtbühne Hessens, die heute als eine der schönsten Deutschlands gilt, an. Im gleichen Jahr rief der Verein die „Burgfestspiele Dreieichenhain“, die überregional Dreieichhains Ruf als Festspielstadt festigten, ins Leben.
Heute finden auf der Bühne jährlich die Aufführungen unserer Theatergruppe statt sowie die Burgfestspiele Dreieich, die von den Bürgerhäusern Dreieich organisiert werden.
Chronik
- 1922 Geplanter Start der Burgfestspiele Dreieichenhain im Burggarten durch den Geschichts- und Heimatverein Dreieichenhain. Inflation und zu späte Fertigstellung des Drehbuches verhinderten zunächst den Start.
- 1924/25 Grabungen im Burggarten im Auftrag der hessischen Denkmalpflege.
- 1925 Errichtung der ersten hessischen Freilichtbühne durch Vereinsmitglieder. Start der Burgfestspiele mit dem Stück “Die Kaiserjagd in der Dreieich” mit Laienschauspielern des Geschichts- und Heimatvereins unter der Regie von Franz Richter (Neues Theater Frankfurt).
- 1926 Aufführung der Stücke “Die Kaiserjagd in der Dreieich” und “Die Geiseln in Dreieichenhain”.
- 1927 Aufführung des Stückes “Die Geiseln in Dreieichenhain”.
- 1928 Aufführung des Stückes “Gerädert”.
- 1929/30 Unterbrechung des Spielbetriebes.
- 1931 Errichtung der Freitreppe vor der Turmburg. Aufführung des Stückes “Die Geiseln auf Burg Hain”.
- 1932 Aufführung des Stückes “Gerädert im Wildbannforst Dreieich”.
- 1933 Aufführung des Stückes “Die Hexe vom Hain”. Überregionaler Durchbruch der Burgfestspiele. Dreieichenhain etabliert sich als Festspielstadt. Erste Nachtaufführungen mit vereinseigenen Scheinwerfern.
- 1934 Wiederholung des Kultstückes “Die Hexe vom Hain”. Die Hexe wird bundesweit verlegt.
- 1935 Auf Verordnung des “Reichsministerium für Propaganda und Volksaufklärung” müssen arbeitslose Berufsschauspieler beschäftigt und deutsche Heldenstücke aufgeführt werden. Gezeigt wird das Stück “Ekkehard”.
- 1936 Aufführung des Stückes “Walther und Hiltgunt”. Verzicht auf Fortführung der Festspiele aufgrund finanzieller Verluste durch erzwungene Beschäftigung von Berufsschauspielern.
- 1937 Aufführung eines Erkfestspiels zum 130. Geburtstag des Volksliedsammlers Ludwig Erk durch die “alten” Schauspieler.
- 1939 An die Stelle der Freilichtaufführungen traten die Burgfeste.
- 1963 Wiederherstellung des Burggartens mit der Freilichtbühne.
- 1964 Wiederaufnahme des Spielbetriebs durch die Landesbühne Rhein-Main. Aufgeführt werden die Stücke “Anno Dazumal” und “Der Prinz von Homburg”.
- 1965 Aufführung des Stückes “Wenn der Hahn kräht” durch die Landesbühne Rhein-Main.
- 1966 Verzicht auf weitere Aufführungen aufgrund des schlechten Wetters im Vorjahr. Der Geschichts- und Heimatverein scheut das finanzielle Risiko.
- 1972 Gastspiel “Die Landpartie nach Königstein” durch die Frankfurter Volksbühne.
- 1977 Wiedergründung unserer Theatergruppe als Folge der Gebietsreform.
- 1978 Wiederaufführung der “Hexe vom Hain”, 45 Jahre nach der Uraufführung. Erste Überlegungen zur Überdachung des Burggartens.
- 1979 Anschaffung von 500 Klappstühlen. Wiederaufführung des Stückes “Die Kaiserjagd im Reichsbannforst Dreieich”. Verleihung des Förderpreises an Kulturschaffende der Stadt an unsere Theatergruppe.
- 1980 Unsere Theatergruppe setzt ihre jährlichen, bislang ununterbrochenen Aufführungen mit dem Stück “Die Räuber vom Soonwald” fort.
- 1981 Errichtung eines Stuhllagers im Burggarten.
- 1987 Der Veranstalter Mirco von Specht entdeckt zufällig die Freilichtbühne in der Burg Dreieichenhain. Er erkennt die einzigartige Atmosphäre der Bühne und setzt sich für die Wiederaufnahme der Burgfestspiele Dreieichenhain ein.
- 1988 Mit einem eigenen Ensemble und Gastspielen macht Mirco von Specht in den Folgejahren die Burg Dreieichenhain zu einer der führenden Festspielstätten in Deutschland. Die Eigenproduktionen finden innerhalb kürzester Zeit bundesweite Beachtung.
- 1992 Eine zweite Blütezeit der Festspiele scheitert an einer langanhaltenden Schlechtwetterphase und imageschädigenden Klagen von Bewohnern wegen Lärmbelästigungen im Umfeld der Burg.
- 1993 Unsere Theatergruppe schließt die Lücke bis zum Auffinden eines neuen Veranstalters. Seitdem führt eine zweite Schauspielgruppe innerhalb des Geschichts- und Heimatvereins Stücke für Kinder auf.
- 1996 Thomas Richter übernimmt die Festspielleitung. Er gründet die “Burg-festspiele Dreieichenhain GmbH” und erhält vom Geschichts- und Heimatverein das Recht eingeräumt, den Markenamen “Burgfestspiele Dreieichenhain” zu verwenden. Eine jährliche Eigenproduktion und wenige Gastspiele kennzeichnen seitdem das Programm. Neben der Burg wird nunmehr jährlich ein Theaterzelt als Ausweich-stätte bei schlechter Witterung aufgebaut.
- 2000 Unsere Theatergruppe, die sich auf Kinderstücke festgelegt hat, entdeckt die Palas-Ruine als zweite Spielstätte. Seitdem werden die Kinderstücke im Palas aufgeführt. Freizeit- und Berufsschauspieler wechseln sich auf der Freilichtbühne im Burggarten ab.
- 2004 Die Überdachung des Burggartens wird erneut öffentlich diskutiert.
- 2005 80 Jahre Burgfestspiele Dreieichenhain.
- 2006 Die Eigenproduktionen von Thomas Richter und des Geschichts- und Heimatvereins widmen sich dem Jubiläumsjahr “750 Jahre Stadtrechte Dreieichenhain”.



